Familienunternehmen aus Überzeugung

Nach rund 400 Jahren im genossenschaftlichen Besitz ist Achenbach seit 1846 zu 100 % ein reines Familienunternehmen, das derzeit in 7. und 8. Generation nach Engelhardt Achenbach, die den Eisenhammer 1846 kauften, gemeinsam geführt wird.

Erfolgsfaktoren im Außenverhältnis

Begeisterung für die faszinierende Walzwerkanlagen- und Folienschneidtechnik, Siegeswille im Wettbewerb auf dem Weltmarkt und Teamgeist in der Zusammenarbeit sind die äußeren Zeichen einer starken Unternehmenskultur bei Achenbach im Markt. Als sog. 'weiche' Erfolgsfaktoren sind sie neben den technischen Produktvorzügen ein wesentliches Stück Zukunftssicherung.

1. Wertestabilität

Verlässliche Werte sind Zuverlässigkeit und Termintreue, Dienstbereitschaft im Innen- wie Außenverhältnis, ein dem Menschen zugewandtes Bild vom Mitarbeiter, Begeisterung für technische Perfektion, Lernbereitschaft, Intrapreneurship statt Bürokratie, Teamgeist statt Hierarchie sowie Glaubwürdigkeit in jeglicher Art von Zusagen. Werte wie diese werden bei Achenbach geschätzt, gepflegt, unterstützt. Sie wirken vertrauensbildend und dienen der Kundenbindung und –rückgewinnung ebenso wie der Mitarbeiterbindung.

2. Mitarbeiterloyalität

Das vergleichsweise breite Aufgabenspektrum bei Achenbach sowie eine Kompetenzzuordnung, die die Übernahme von Verantwortung fordert und fördert, führen in Verbindung mit einem familiären Arbeitsklima zu einer hohen Identifikation der Mitarbeiter mit ‚ihrer‘ Firma; Beschäftigte, die in dritter und vierter Generation bei Achenbach arbeiten, sind keine Ausnahme.

3. Handlungsflexibilität

Die Chance, aufgrund der mittelständischen Unternehmenskultur im Geschäftsablauf auf kurzen Entscheidungswegen operativ kurzfristig flexibel zu reagieren, wird bei Achenbach tagtäglich genutzt. Hohe Effektivität und Effizienz kommen dem Kunden dabei zu Gute und machen in der Zusammenarbeit intern Spaß.

Strategisch flexibel zu bleiben heißt, offen zu sein, wenn es längerfristig um die Anpassung an sich ändernde Rahmenbedingungen geht. Es geht darum, neues Wissen nicht nur zu generieren, sondern materielle wie immaterielle Ressourcen entsprechend neu zu organisieren, gelebte Werte von Zeit zu Zeit zu überdenken bzw. neu zu interpretieren. Der offene Dialog zwischen der Erfahrung der langjährigen Mitarbeiter und den neuen Ideen junger Mitarbeiter unterstützt den wichtigen strategischen Lernprozess, denn man kann nur dann das bewahren, was einem wichtig ist, wenn man bereit ist, sich zu ändern. Ein Durchschnittsalter von unter 40 Jahren bei Achenbach lässt auf eine gute Balance zwischen Erfahrung und Aufbruchsstimmung schließen.

Vertrauenskultur im Innenverhältnis

Nach innen zeigt sich die Stärke der Unternehmenskultur darin, dass sie kontinuierlich daran arbeitet, eine Vertrauensorganisation weiter aufzubauen, die sich um Toleranz anderen Mentalitäten gegenüber bemüht, Interesse an anderen Sichtweisen fördert, die Fairness bspw. gegenüber Ideengebern im Kollegenkreis einfordert, die Mut macht, das eigene Wissen zu teilen und Hilfsbereitschaft im Großen wie im Kleinen leistet.

Wie in einer Familie sind in dem Familienunternehmen Achenbach die Mitarbeiter nicht nur als unverzichtbare Funktionsträger geschätzt, sondern auch als Menschen willkommen. Als ‚Kultur der Begegnung‘ zeigt sich dies in Form vielfältiger Initiativen aus dem Mitarbeiterkreis sowie in der hohen Resonanz bei Mitarbeiterveranstaltungen.

  • Nikolausfeier im Ernst-Barten-Saal: Seit fast 60 Jahren organisieren Betriebsrat und Geschäftsleitung am zweiten Adventssamstag eine große Nikolausfeier für die jungen Mitarbeiter und ihre Kinder.
  • Weihnachtsfeier in der Montagehalle: Am letzten Arbeitstag im Jahr trifft man sich zwischen den vormontierten Anlagen: locker, gesellig, mit bewusst kleinem Programm und zünftigem Essen.
  • Achenbach-Journal: Einmal im Jahr berichten Mitarbeiter für Mitarbeiter in Wort und Bild über Montagen in fernen Ländern, stellen neue Aufträge und Kunden vor, informieren aus den Abteilungen, verfassen Gedichte zu internen Events oder erklären auch schon ‘mal Achenbach-Technik für Nicht-Techniker.
  • Sportliche Initiativen: Achenbach zählt wie viele andere Unternehmen zu jenen, die seit Beginn des jährlichen AOK-Firmenlauf in Siegen mit einem großen Team von bis zu 85 Teilnehmern an den Start gehen. Das ganze Jahr über wird die Kondition hierfür im ‚Achenbach-Lauftreff‘ trainiert.
  • Die AchenBäcker: Die Achenbach-Azubis halten zusammen. Selbst initiiert führen sie gelegentlich Sozialaktionen für einen guten Zweck durch. Sie verkaufen Grillwürstchen oder selbstgebackenen Kuchen oder führen in der befreundeten Grundschule in der Nachbarschaft vielfältige kleine Reparaturen durch.

Zum Begriff des Familienunternehmens

Abgrenzungsproblematik

Die Begriffe ‚Familienunternehmen‘ und ‚Kleine und mittlere Unternehmen‘ (KMU) sind Ausprägungen des Oberbegriffs Mittelstand:

  • Kleine und mittlere Unternehmen sind durch bestimmte quantitative Größengrenzen festgelegt. Die Einordnung eines Unternehmens in eine bestimmte Größenkategorie erfolgt hierbei aus praktischen Gründen meist anhand der Anzahl der Beschäftigten oder der Höhe des Umsatzes.
  • Familienunternehmen sind hingegen durch ihre Eigentums- und Leitungsstrukturen charakterisiert. Sie unterliegen also zunächst keinerlei Größenbeschränkungen. In der Praxis jedoch sind es überwiegend kleine und mittlere Unternehmen, die als Familienunternehmen organisiert sind.

Familienunternehmen im engeren Sinn sind durch die Einheit von Eigentum und Leitung geprägt. Kapitalmäßig oder kontrollrechtlich maßgebliche Eigentümer leiten ihr Unternehmen selbst oder gemeinsam mit Fremdmanagern (Definition des Instituts für Mittelstandsforschung, IfM, Bonn).

Familienunternehmen im weiteren Sinn beziehen auch solche Unternehmen mit ein, bei denen zwar eine Trennung zwischen Eigentum und Leitung besteht, das Unternehmen aber von einer überschaubaren Anzahl natürlicher Einzelpersonen oder Familien kontrolliert wird.

Volkswirtschaftliche Bedeutung

Wie eine Studie des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn bestätigt, sind Familienunternehmen in Deutschland weit verbreitet.

  • Etwa 95 % (= 3 Mio.) der in Deutschland ansässigen Betriebe und Firmen werden als Familienunternehmen (im engeren Sinn) geführt.
  • 41,5 % des Umsatzes aller Unternehmen stammt aus Familienunternehmen.
  • 57 % der Arbeitsplätze werden durch Familienunternehmen gestellt.

Zum Begriff der Unternehmenskultur

‚Sichtbare‘ Normen (Richtschnur des Handelns) und ‚unsichtbare‘ Werte (Auffassung vom Wünschenswerten), die nur gedanklich zu trennen sind, prägen die Unternehmenskultur eines Unternehmens im Sinne eines ‚collective programming of mind‘. Diese unternehmensumspannende Programmierung des Denkens leitet alles Handeln und Verhalten im Unternehmen und manifestiert sich in einer bestimmten Interpretation der Welt (‚sensemaking‘) und gegenseitigen Unterstützungsbereitschaft (‚sensegiving‘).

Die Unternehmenskultur eines bestimmten Unternehmens ist gekennzeichnet durch unternehmensspezifisch historisch gewachsene Denkmuster, Überzeugungen, Verhaltensnormen, Strukturen, Potentiale und Ressourcen sowie das interne und externe Beziehungsgeflecht. Dieses, eine Unternehmung gesamt charakterisierende Bündel an affektiv gewonnenen, verhaltensprägenden Wertvorstellungen und kognitivem, handlungsleitenden Wissensvorrat ist ein Selektionsfilter für die Entscheidungen und das Verhalten im Unternehmen.

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